Janusz Korczak Realschule Schwalmtal

„Ich bin nicht aufgeregt, ich bin on fire“

Pädagogische Projektarbeit ist Schulprogramm

An der Janusz Korczak Realschule in Schwalmtal gehört die pädagogische Projektarbeit in jeder Klassenstufe zum Schulprogramm. In der 6. Klassenstufe werden die Kinder am Ende des ersten Halbjahres zu Zirkusartisten. Lehrer, die die Klassen auch sonst eng begleiten, übernehmen in dieser Woche die Rolle der Zirkustrainer.

Eine Woche vor dem Projekt haben wir die Schule deswegen schon besucht um mit den Lehrern eine Trainerakademie durchzuführen, in der sie selbst die verschiedenen Zirkuskünste ausprobieren durften und das Handwerkszeug erhalten haben um gemeinsam mit uns eine Woche Zirkustraining mit ihren Schülern zu gestalten.

Bei der Trainerakademie haben die Lehrer auch eine kleine Show einstudiert. Zu Beginn des ersten Tages stehen sie als erstes selbst in der Manege und zeigen den Schülern, was sie im Zirkus alles ausprobieren und lernen können.

Vielfältige Angebote im Zirkusprojekt

Trotz großer Aufregung klappt alles, und die Show kommt bei den Kindern super an. Im Anschluss an die Lehrershow sind die Schüler an der Reihe neun Zirkuskünste selbst ausprobieren. Das Angebot ist abwechslungsreich und vielfältig. Speziell im Hinblick auf die Interessen von 6. Klässern gibt es vor allem Angebote wie Trampolin springen, Diabolo spielen oder BMX fahren. Die Kinder entscheiden sich im Anschluss selbstständig für ihren Workshop.

Ressourcen der Turnhalle

In enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Sport der Schule können alle Ressourcen der gut ausgestatteten Turnhalle genutzt werden. Die Schüler sind hochmotiviert und mit Begeisterung dabei. Trotz neun Trainingsgruppen in einer Halle herrscht immer noch eine gute Trainingsatmosphäre. Einige Gruppen suchen sich aber dennoch ruhigere Plätzchen.

Großes Lampenfieber

Im Verlauf der Trainingswoche treten die Schüler immer wieder voreinander auf und zeigen sich gegenseitig was sie schon gelernt haben. Dabei versuchen wir Ihnen Schritt für Schritt die Unsicherheit im Rampenlicht zu nehmen, denn anders als Grundschülern fällt es älteren Schülern oft schwerer sich in der Manege zu präsentieren. Es war erstaunlich zu sehen, wie die Schüler sich von Tag zu Tag mehr in der Manege trauten. Das zeigt vor allem ein Spiel, dass wir ganz am Anfang und ganz am Ende der Woche gespielt haben. Zu Beginn trauten sich nur wenige Kinder an die Herausforderung in der Manege, wobei sich am Ende der Woche beim selben Spiel fast alle Kinder beteiligen.

Eine andere Welt

Von Differenzen, Verhaltensauffälligkeiten oder Beeinträchtigungen ist im Zirkus fast nichts zu merken. Die Schüler können sich auch ihren Lehrer von einer anderen Seite zeigen und neue Kompetenzen an sich entdecken. Im Zirkus werden soziale Kompetenzen auf eine ganz besondere Art gefördert. Die Schüler erleben Teamarbeit und gegenseitige Wertschätzung neu.
Wer im Zirkus etwas schaffen will, muss mutig sein etwas Neues auszuprobieren, dranzubleiben wenn es schwierig wird und eng mit anderen zusammen zu arbeiten. Der Zirkus lebt vom Miteinander.

Tolle Unterstützung

Dieses Miteinander unterstützen auch die Sporthelfer. Das sind Schüler der 8. Klassen, die sich im Rahmen des Jahrgangsprojekts „sozialgenial“, im Fachbereich Sport der Schule engagieren. Diese Schüler besitzen bereits fundierte Kenntnisse über das Training mit Kindern, was sie zu einer großen Bereicherung für das Zirkusprojekt macht. Vom ersten Ausprobieren bis zum großen Finale der Show stehen sie den Kindern und Lehrern mit tatkräftiger Unterstützung zur Seite.

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