Lina Pfaff Realschule plus

 

Trapezartistinnen bei einem Schulprojekt in Kaiserslautern

Gelebte Inklusion in der Lina Pfaff Realschule Plus

 

Die Lina Pfaff Realschule Plus in Kaiserslautern ist eine Schwerpunktschule in einem sozialen Brennpunkt. Unterrichtet werden dort 350 Schüler von der 5. bis 10. Klasse an zwei Standorten. Die Lina Pfaff Realschule Plus besuchen vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien. Viele Kinder zeigen Verhaltensauffälligkeiten, haben Schwierigkeiten in der Schule oder im Alltag. Inklusion ist hier gelebter Alltag. Die Lehrer und Lehrerinnen setzen sich Tag für Tag für diese Kinder ein und versucht ihnen einen guten Start ins Erwachsenenleben zu ermöglichen.

 

Circus Soluna gastiert bereits zum dritten Mal

 

Schon zum dritten Mal sind wir nun mit unserem Zirkus an der Lina Pfaff Schule zu Gast. Am Zirkusprojekt nehmen die 5. bis 7. Klasse teil.

Im Angebot gibt es viele verschiedene Zirkuskünste – von Akrobatik und Jonglage, über Feuerkünste bis zur Clownerie ist alles dabei. Die Schüler können aus diesen verschiedenen Angeboten wählen. Zirkustrainer sind die Lehrer, die im Voraus in einer Trainerakademie von unserem Team geschult wurden.

 

Sprache spielt keine Rolle

 

Die Lina Pfaff Realschule Plus besuchen auch viele Kinder, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. Bevor sie in eine normale Klasse gehen, werden diese Schüler zunächst in einer DAZ – Klasse unterrichtet.

DAZ bedeutet „Deutsch als Zweitsprache“. Dort lernen Kinder unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichen Religionen gemeinsam. Die Kinder sind altersgemischt. Auch diese Klassen sind zusätzlich zur 5. bis 7. Klasse im Zirkus dabei. 

Nach anfänglicher Zurückhaltung mischen sich die Kinder ganz selbstverständlich unter die anderen Artisten. Sie probieren gemeinsam die Zirkuskünste aus, entscheiden sich ganz nach ihrem persönlichen Interesse und sind Ruck Zuck Teil einer Zirkusgruppe.

Auch wenn die Kinder die deutsche Sprache noch nicht oder noch nicht gut beherrschen, stellt das keine Barriere dar. Das Ausdrucksmedium im Zirkus ist der Körper. Man lernt schnell, in dem man sich Dinge von anderen abschaut. Wenige Begriffe genügen. Die Kinder arbeiten Hand in Hand zusammen und stehen am Ende bunt gemischt in der Manege. Das ist gelebte Inklusion!

 

Vom Teilnehmer zum Trainer

 

Im Zirkusprojekt dabei sind außerdem einige Schüler der Abschlussklassen. Sie haben selbst in der 5. oder 6. Klasse als Artist im Zirkus Soluna in der Manege gestanden. Die Begeisterung hält noch immer an und dieses Mal dürfen Sie Ihre Lehrer als Co – Zirkustrainer unterstützen. Auch sie haben natürlich an der Schulung mit teilgenommen. Diese Idee ist ein voller Erfolg. Die älteren Schüler haben einen sehr guten Umgang mit den Kindern und werden von Ihnen als Trainer ernst genommen und respektiert. Die Lehrer sind begeistert zu sehen wie die Schüler der Abschlussklassen in einer neuen Rolle glänzen, über sich hinaus wachsen und Verantwortung übernehmen. Als Co Trainer agieren auch Schüler, die sonst Schwierigkeiten im Alltag oder der Schule haben. In diesem Kontext können auch sie neue Seiten an sich entdecken und sehen „ich kann auch etwas anderes, ich bin gut, ich werde gebraucht“.

 

Arbeiten Hand in Hand

 

Ebenso wichtig wie die Arbeit im Zirkusprojekt ist die Organisation drum herum. Ganz besonders engagiert zeigte sich das THW, das die Aufbauten der ersten beiden Projektwochen so gut wie alleine stemmte. Mit großen Gerätschaften und dem Einsatz vieler Hände stand das Zirkuszelt im Nu auf dem Schulhof. Ebenfalls zeigten sich die Mitglieder des Rotary Club sehr großzügig und ließen dem Projekt nicht nur finanzielle Hilfe sondern auch tatkräftige Unterstützung zukommen. Auch die Suche nach kleineren Sponsoren, die den Kinder den Zirkus ermöglichen wollen, zeigt Früchte. 

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Kommentar hinzufügen

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert